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Monatskommentar November 2023

Liebe Anlegerinnen, liebe Anleger,


im November 2023 stieg der Anteilspreis des WertArt Capital Fonds AMI um 4,5%. Zum Vergleich legte der MSCI World Small Cap Index (EUR; Net) um 6,4% zu. Seit Jahresanfang liegt unser Fonds per Ende November mit +5,6% vorne, während der MSCI World Small Cap Index bei +2,7% steht[1].


Im November konnte der Fonds an die gute Entwicklung seit Jahresanfang anknüpfen. Erfreulicherweise konnten zwei Drittel der Kursverluste aus dem Oktober aufgeholt werden. Zur Erinnerung: In einem sehr schwachen Gesamtmarkt verlor unser Fonds im Oktober 6,5% (MSCI World Small Cap Index 7,2%). Gleichzeitig schwankt der Anteilspreis unseres Fonds im Vergleich zum Index seit Auflage deutlich weniger.


Im November konnten die Aktien von InMode nach dem starken Rückgang im Oktober ohne nennenswerte Meldungen um 25% zulegen. Unsere langjährige Beteiligung Knight Therapeutics aus Kanada berichtete über eine Fortsetzung des Wachstumskurses und passte die Jahresziele nach oben an. Der Aktienkurs stieg um 16% im Oktober. Gleichzeitig kauften Insider weiterhin eifrig Aktien am Markt auf. Das Unternehmen war Ende Oktober mit 3,3% im Fonds gewichtet. Auch der Internethändler Westwing erhöhte seine Ergebnisprognose für 2023 und wird voraussichtlich eine deutlich bessere Entwicklung als die Konkurrenz erzielen. Der Aktienkurs stieg um 25%. Das Unternehmen war Ende Oktober mit 2,9% im Fonds gewichtet. Auch der Aktienkurs von Vallourec, unserer neuen Investition im europäischen Nebenwertesegment, konnte nach erfreulichen Zahlen um 19% zulegen. Die relativ hohe Gewichtung im Fonds mit 3,7% machte sich hier ebenfalls bezahlt.


Im Folgenden finden Sie ein Update zu Fairfax Financial - unserer größten Position im Fonds:


Eine der wichtigsten Fähigkeiten des Managements ist aus meiner Sicht eine effiziente Kapitalallokation. Einfach formuliert soll das Management für die Aktionäre lukrative Investitionsentscheidungen treffen.


Ein herausragendes Beispiel der letzten Jahre hierfür ist das Versicherungsunternehmen Fairfax Financial. Unser Fonds ist seit 2020 an dem Unternehmen beteiligt. Ich selbst folge Fairfax seit 2013. Als eines der wenigen Mitglieder seiner Branche hat das Management den Zinsanstieg der letzten Jahre zu seinen Gunsten nutzen können.


(Zur Erinnerung: steigende Zinsen führen zu fallenden Anleihekursen. Je länger die Laufzeit der Anleihe, um so volatiler reagiert die Anleihe auf Zinsänderungen.)


So hatten im Oktober 2023, als der Bärenmarkt bei Anleihen seinen Höhepunkt erreichte, dreißigjährige US-Staatsanleihen rund 50% gegenüber dem Zinstief Mitte 2020 verloren. Besonders extrem ist der Fall einer österreichischen Staatsanleihe mit einer Laufzeit von 100 Jahren, die bis zu diesem Zeitpunkt 75% ihres Wertes eingebüßt hatte.


Versicherungen investieren in der Regel einen Großteil ihres Deckungsstocks am Anleihemarkt. Dabei sollten sie üblicherweise die Fristenkongruenz zwischen der Laufzeit der Versicherungspolicen und der Laufzeit der Anleihen wahren.

Das Management von Fairfax traf ab Ende 2020 bewusst die Entscheidung, vermehrt kurzlaufende Policen zu schreiben und zudem von der Fristenkongruenz abzuweichen. Ddaurch konnte das Anleiheportfolio vornehmlich in kurzlaufende US-Staatsanleihen investiert werden.


(Zur Erinnerung: die Kurse kurzlaufender Anleihen reagieren weniger stark auf Zinsänderungen als langlaufende Anleihen.) 


Als Folge musste Fairfax im Gegensatz zur Konkurrenz im zurückliegenden Bärenmarkt kaum Buchverluste aus der Investition in Anleihen hinnehmen. Dies stärkte die Kapitalbasis des Unternehmens relativ zum Wettbewerb, wodurch Fairfax in einem starken Versicherungsmarkt mit attraktiver Bepreisung hinein relativ viele Policen anbieten konnte. Zudem konnte das Management die Rückflüsse aus der Fälligkeit der kurzlaufenden Anleihen in den letzten Monaten schrittweise in länger laufende Anleihen reinvestieren und so vom gestiegenen Zinsumfeld profitieren.


Gerade im Oktober 2023, als die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen sprunghaft anstiegen, griff Fairfax mit vollen Händen zu. Im letzten Analysten Call berichtete das Management von einer Erhöhung der durchschnittlichen Laufzeit des Anleiheportfolios auf 4 Jahre (bei einer Duration von 3,1 Jahren) mit einer durchschnittlichen Portfoliorendite von 4,9%. Bemerkenswert ist auch die Qualität des Portfolios. Dies bestand per Oktober 2023 zu 70% aus Staatsanleihen und zu 19% aus kurzlaufenden hochkarätigen Unternehmensanleihen. Gegenüber 2021 konnte Fairfax Financial sein Zinseinkommen mehr als verdreifachen.


Vorausblickend besitzt Fairfax damit auch im Falle einer möglichen Rezession enorme finanzielle Flexibilität. Fairfax sollte daher auch zukünftig zur Stabilität des Portfolios in volatilen Marktphasen beitragen.


Während unserer dreijährigen Haltedauer in Fairfax konnte der Aktienkurs um gut 150% zulegen. Ebenfalls beeindruckend ist die Entwicklung des Aktienkurses seit Gründung des Unternehmens in 1985: Während der Aktienkurs um 16,1% pro Jahr stieg, nahm der Buchwert pro Aktie um 17,8% zu.

 

Wertentwicklung WertArt Capital Fonds AMI seit Auflage:






[1] Hinweis: Frühere Wertentwicklungnen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklungen. Quelle Ampega Investment GmbH


Rechtliche Hinweise:

Die Anlageberatung und Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 und 4 WpIG) erbringen wir als vertraglich gebundener Vermittler gemäß § 3 Abs. 2 WpIG ausschließlich für Rechnung und unter der Haftung der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Heidenkampsweg 73, 20097 Hamburg (NFS). Die NFS ist ein Wertpapierinstitut gem. § 2 Abs. 1 WpIG. Unsere Tätigkeit bei der Anlageberatung und Anlagevermittlung wird der NFS zugerechnet. Dies ist eine Marketingmitteilung. Sie dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Bitte lesen Sie vor einer Anlageentscheidung die verbindlichen Verkaufsdokumente, die Ihnen Ihr Berater oder der jeweilige Emittent auf Anfrage zur Verfügung stellt. Frühere Wertentwicklungen lassen nicht auf zukünftige Renditen schließen. Wertpapiergeschäfte sind grundsätzlich mit Risiken, insbesondere dem Risiko des Totalverlustes des eingesetzten Kapitals, behaftet. Diese Marketingmitteilung unterliegt nicht den regulatorischen Anforderungen, welche die Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen/Anlagestrategieempfehlungen sowie das Verbot des Handels vor der Veröffentlichung der Anlageempfehlung/Anlagestrategieempfehlung vorschreiben.

 

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