WertArt Investmentprozess


1. Generierung von Investmentideen

Wir verfügen über eine Watchlist von Unternehmen, deren Entwicklung wir seit geraumer Zeit verfolgen. Ein Grossteil des Investmentprozesses ist bei diesen Unternehmen bereits vollbracht. Wir können bei diesen Unternehmen zügig auf neue Informationen und Veränderungen des Marktpreises reagieren. Investmentideen erhalten wir zudem durch Branchenanalysen (Konkurrenten, Lieferanten und Kunden einer Branche sind alles mögliche Investitionen), von anderen Investoren und aus den Medien.

 
2. Due Diligence

Die Analyse eines Unternehmens beinhaltet eine Checkliste, die qualitative und quantitative Kriterien enthält. Zum Beispiel sind die Fähigkeiten des Managements zur Kapitalallokation, eine auf die Interessen von Minderheitsaktionären abgestimmte Vergütung des Managements, eine überdurchschnittliche cash conversion oder ein wiederkehrendes Ertragsprofil, Qualitätsmerkmale welche die erforderliche Sicherheitsmarge („margin of safety“) definieren.

 

Ziel der Due Diligence ist es, die wichtigsten operativen Werttreiber und die Risiken des Unternehmens zu ermitteln und zu verstehen. Wenn sich herausstellt, dass der investment case zu komplex ist, wird der Prozess an dieser Stelle beendet.

 

3. Bewertung

Bei der Bewertung eines Unternehmens geht es darum, die zukünftigen Cashflows zu prognostizieren. Angesichts der mit einer Investition meist verbundenen Ungewissheit, erstellen wir verschiedene wahrscheinliche Szenarien. Die Bandbreite der Ergebnisse und die jedem Szenario zugewiesene Wahrscheinlichkeit gibt an, ob wir mit einer Sicherheitsmarge investieren können.

 

Wir vermeiden übertriebene Komplexität bei der Bewertung des Unternehmens. Wichtig ist uns, dass die Bewertung des Unternehmens in einer nachvollziehbaren Relation zur Qualität des Unternehmens steht. Dafür ist der gesunde Menschenverstand meist hilfreicher als komplexe Excelmodelle. Die Bewertung sollte im Kopf nachvollziehbar sein. Unternehmen, die die Investitionskriterien erfüllen, bei denen jedoch der Preis zu hoch ist, werden zur Watchlist hinzugefügt.

 

4. Schriftliche Dokumentation

Wir schreiben unsere Investmentthese schriftlich nieder. Es ist wichtig, dass der Analyse- und Entscheidungsprozess gut dokumentiert sind. Damit lässt sich der tatsächliche Fortschritt der Investition mit den ursprünglichen Annahmen objektiv über die Haltedauer vergleichen.

 

5. Monitoring

Nachdem eine positive Investitionsentscheidung getroffen wurde und das Unternehmen in das Portfolio aufgenommen wurde, erfolgt eine regelmäßige Folgeanalyse (mindestens vierteljährlich und / oder wenn neue Informationen veröffentlicht werden).

 

6. Verkauf
Ein Unternehmen wird aus dem Portfolio entfernt, (i) wenn der Marktpreis den inneren Wert erreicht, (ii) neue Informationen nahelegen, dass die anfängliche Investmentthese zu optimistisch war, (iii) das Portfolio-Unternehmen durch eine attraktivere Anlagemöglichkeit ersetzt werden kann.

 

7. Nachbereitung

Nach dem Verkauf der Investition erstellen wir eine Post-Mortem-Analyse, die sich auf die gezogenen Lehren aus der Investition konzentriert. Diese Erkenntnisse werden Teil der Checkliste, um den Investitionsprozess kontinuierlich zu verbessern. Wenn das Geschäftsmodell des Unternehmens seine Attraktivität beibehalten hat, wird das Unternehmen als potenzielle Investition für die Zukunft zur Watchlist hinzugefügt.

 

 

WertArt Portfolio Management


Der durchschnittliche Anlagehorizont beträgt 3 bis 5 Jahre. Das Portfolio besteht aus 25 bis 30 börsennotierten Unternehmen. Jedes Unternehmen hat einen bedeutenden Einfluss auf das Portfolio mit einem Anfangsgewicht von rd. 2%. Das Anfangsgewicht kann auf bis zu 4% des Portfolios erhöht werden. Das maximale Gewicht jeder Position im Portfolio beträgt 10%. Das Portfolio ist nicht an Länder-, Sektor-, Größen- oder Tracking Error-Grenzen gebunden.